Der Wald ist ein Schauplatz vielfältiger und teils gegensätzlicher Ansprüche. Während die einen ihn gerne mit ihren Vierbeinern aufsuchen, fordern andere eine effiziente Holznutzung; wo Mountainbiker Trails nutzen möchten, steht womöglich die Förderung der Biodiversität im Fokus. Diese Nutzungskonflikte und widersprüchlichen Erwartungen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft fordern die Wald- und Holzbranche sowie die Behörden heraus.
Bei Perspektiven Wald widmen wir uns 2026 diesen Widersprüchen im und um den Wald und fragen, wie wir damit umgehen können und welche Strategien und Lösungsansätze es gibt – auch über die Grenzen der Forstwelt hinaus. Es erwarten Sie Referate, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.
Den Nachmittag eröffnet der neue Direktor der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion, Raphael Lanz. Anschliessend fokussiert Carolin Maier von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt aus Baden-Württemberg (D) auf die Beziehung der Menschen zum Wald und darauf, was ihre Erwartungshaltung prägt. Michael Husistein (BAFU) beleuchtet den Aushandlungsprozess der Integralen Wald- und Holzstrategie 2050 des Bundes und den Umgang mit und die Vereinbarkeit von verschiedenen Interessen im Wald. Schliesslich thematisiert Nils Hählen, (Leiter Abteilung Naturgefahren, AWN), wie und warum er und seine Mitarbeitenden die lokalen Behörden und die Bevölkerung einbeziehen, wenn neue Gefahrenbeurteilungen Konsequenzen für die Entwicklung von Siedlungsgebieten haben. Eine weitere Person aus der Praxis wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Abgerundet wird der Anlass mit einer Podiumsdiskussion. Dabei laden wir das Publikum ein, Fragen einzubringen und sich an der Debatte zu beteiligen – die beim Apéro riche fortgesetzt werden kann.